Silbergrube
Aero Club ASKÖ Statzendorf
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Gerhard Huth

† 22.01.2016

Die Mitglieder des MFC Silbergrube nehmen Abschied von Gerhard Huth.
Gerhard ist am 22.01.2016 plötzlich und völlig unerwartet im 42. Lebensjahr von uns gegangen.

Im Jahr 2006 kam Gerhard zu uns in die Silbergrube und wurde am 20.01.2007 als Vollmitglied aufgenommen. Noch im selben Jahr meisterte er die erforderlichen Prüfungen des österreichischen Aero Clubs. Bei der Vollversammlung am 19.01.2008 wurde er von den Mitgliedern des MFC Silbergrube in die Funktion des stellvertretenden Schriftführers gewählt und war seitdem als Vorstandsmitglied für den Verein tätig.

Auch wenn er aufgrund seiner privaten und beruflichen Verpflichtungen wenig Zeit zum Fliegen hatte, konnte man immer fest mit ihm bei Arbeitseinsätzen und Veranstaltungen rechnen. Ob hinter der Kaffeebar, beim Schaufliegen oder bei der Auswertung zum Gerold Hörmann Gedenkfliegen, er war immer eine große Unterstützung.

Mit Gerhard Huth verliert der Verein nicht nur einen Funktionär, sondern auch einen guten Freund, der immer ein offenes Ohr für alles und jeden hatte.

Huthi wir danken dir für deine Freundschaft und Hilfsbereitschaft, wir werden dich nicht vergessen.

Glück ab, gut Land!

Peter Wilthan     

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Manfred Hofbauer

Der MFC Silbergrube muss die traurige Nachricht überbringen, dass ein langjähriger, begeisterter Modellflugfreund nach kurzer, schwerer Krankheit viel zu früh aus unserer Mitte gerissen wurde.

Manfred Hofbauer war jahrelanger AERO-Club-Funktionär, Obmann des ÖMV-Niederösterreich und Vereinsobmann des MFC-Silbergrube. Neben all diesen ehrenamtlichen Tätigkeiten erflog Manfred viele Landesmeistertitel, etliche auch zusammen mit seinem Sohn Thomas, den er genau so wie dessen Bruder Manfred und die ganze Familie für den Modellflug begeistern konnte. Manfred schaffte es, all das, was die meiste Freude in sein Leben brachte, miteinander zu verbinden und verbrachte fast jedes Wochenende zusammen mit seiner Familie auf dem Flugplatz. Auch die Urlaube, die er mit Vereinskollegen verbrachte, sind allen noch in bester Erinnerung und jeder denkt gerne daran zurück.

Manfred trug mit seiner ruhigen, menschlichen Art wesentlich zur Weiterentwicklung der Silbergrube bei, denn durch seine Unterstützung und die Mithilfe seiner Familie konnte dort viel Neues geschaffen werden.

In den vielen Stunden, die Manfred gemeinsam mit Fliegerfreunden in geselliger Runde verbrachte, konnte er sein umfangreiches Wissen über die Fliegerei immer mehr vertiefen. Diese Kenntnisse gab er gerne an Jugendliche und andere Interessierte weiter und dadurch konnten so einige größere und kleinere Probleme behoben werden. Da Manfred Hangfliegen, Motorflug, Seglerschlepp, Seglerkunstflug, RC-IV und Hubschrauberflug betrieb, ist es nicht schwer zu erraten, dass er auf fast alle Fragen eine passende Antwort parat hatte. Er gab einem auch immer das Gefühl, gerne zu helfen, wo er nur konnte.

Dass Manfred ein richtiger Fachmann war, bewies er uns auch immer wieder bei unseren Schaufliegen, bei denen er als Kommentator das Geschehen in den Lüften kommentierte und die zahlreichen Zuschauer mit den nötigen Hintergrundinformationen versorgte. Wenn Manfred einmal nicht am Flugfeld stand, traf man in mit hoher Wahrscheinlichkeit an der Buggybahn des MFC-Silbergrube an, denn auch das Modellbuggyfahren war eine seiner Leidenschaften, welcher er gerne nachging.

Egal, ob einen eine langjährige, tiefe Freundschaft mit Manfred verband oder man ihn nur flüchtig vom Flugplatz kannte, wir alle vom MFC-Silbergrube glauben daran, dass uns Manfred nur voraus gegangen ist!

Deine Silbergrube

Peter Aigner     

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Rainer Hönig

† 11.12.2005

Statzendorfer Modellflieger und die österreichischen Seglerschlepper und RC-IV Piloten müssen von

Rainer Hönig

Abschied nehmen. Er ist am 11.Dezember 2005 im 70.Lebensjahr vom Herrgott zu sich berufen worden. Der Modellflug verliert damit einen aktiven, kompetenten und hilfsbereiten Mann, der sich viele Jahrzehnte seines Lebens mit dem Modellflug beschäftigt hat. Schon Im Jahre 1973 flog er die A, B und C Prüfung und 2 Jahre später legte er die Silber C Prüfung ab. Genau in diese Zeit fiel auch die Gründung des Modellflugclubs "Silbergrube" bei dem er von Anfang an Mitglied war. Und das hieß vorerst einmal Erd- und Planierungsarbeiten verrichten um eine Start- und Landepiste zu erhalten. Dabei war ihm keine Arbeit zu viel und er stand dem Verein immer mit Rat und Tat zur Seite.

Durch einen schweren Arbeitsunfall im Jahre 1978 war er an den Rollstuhl gefesselt, was ihn aber nicht hindern konnte, seinen Leidenschaften zu frönen. Neben seiner Frau, seinen Kindern und seinen Enkelkindern gab es aber noch zwei Dinge, die sein Leben mit Freude erfüllten. Einerseits war es sein Oldtimerauto - ein Fiat Spider - und andererseits war es die Modellfliegerei. Er war ein begeisterter Modellbauer und in seiner Werkstatt entstanden im Laufe der Zeit nicht nur unzählige Modellflugzeuge sondern auch Modellautos. Besonders der Segelflug hatte es ihm angetan, weshalb er sich mit der Geschichte befasste und das führte dann unweigerlich zum Bau seiner beiden Meisterwerke - zweier Segelflugoldtimer - dem Reiher und dem Elefant. Sein Sohn Georg war immer zur Stelle, wenn es darum ging, diese Prachtstücke in die Statzendorfer Luft zu befördern, was die Vater-Sohn Beziehung noch weiter vertiefte.

Aber er war nicht nur ein exzellenter Modellbauer sondern auch ein allseits geachteter Punkterichter in den Klassen RC-IV und Seglerschlepp. 1987 erhielt er die Punkterichterlizenz und übte von da an diese Tätigkeit bei unzähligen Wettbewerben und bei 5 österreichischen Meisterschaften zur vollen Zufriedenheit der Piloten und Veranstalter aus. Am 26.November 2005 wurde ihm vom österreichischen Aero-Club die Ehrennadel in Silber für seine Verdienste verliehen. Leider war es ihm nicht mehr vergönnt, diese Ehrung persönlich entgegenzunehmen, zu schwer war schon sein Leiden. Die "Statzendorfer" werden ihren Rainer immer ein ehrendes Andenken bewahren und die Zeit vermissen, wo ein kompetenter Punkterichter aus den eigenen Reihen immer zur Stelle war. Sie grüßen ihren Rainer mit einem letzten

Glück ab - gut Land

MFC Silbergrube

Als ehemaliger Bundesfachreferent war Rainer für mich eine große Stütze vor allem in menschlicher und fachlicher Hinsicht. Wann immer es Probleme in dieser Richtung gab, war Rainer für mich der Ansprechpartner, der mit seiner ruhigen Art und seinen sachlichen Argumenten immer eine Antwort wusste. Bei Lehrgängen hat er damit auch seine Punkterichterkollegen beeindruckt, sodass er auf diese Art weiterleben wird.

In Dankbarkeit

Dr.Wolfgang Schober

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Gerold Hörmann

* 19.3.1926  † 19.10.2005

Ein außergewöhnlich langer Trauerzug begleitete Gerold Hörmann am 27.10.2005 auf seinem letzten irdischen Weg zum elterlichen Grab in Hadersdorf am Kamp. Das Verabschiedungszeremoniell zeigte, wie viele Freunde er im Laufe seines so rührigen Lebens für sich gewinnen konnte. Nicht nur mit seinem liebenswürdigen, humorvollen Wesen, sondern auch wegen seiner Vielseitigkeit. Bekannt war er als engagierter Tanzmusiker. Mit dem Akkordeon und einem beträchtlichen Repertoire an Texten für Unterhaltungs- und Heurigenliedern war er Mittelpunkt so mancher fröhlichen Runde, auch im engeren Schifahrerkreis. Vorbildlich war sein Wirken als Volksschullehrer und sein Engagement bei verschiedensten Vereinen und vor allem als langgedienter Chorleiter und Organist im kirchlichen Leben.

Seine Lieblingsbeschäftigung aber war der Modellflug. Erzählte er von seinen Jugendjahren im schönen hochgelegenen Dörfchen Kürnberg bei Steyr, wo sein Vater die Volksschule leitete, glänzten seine Augen bei der Schilderung der ersten Modellflugerlebnisse. Von da an ließ ihn dieses, einen Menschen durch seine Vielfältigkeit so positiv prägende Hobby, nie mehr los. Er war also auch ein österreichischer Modellflieger der ersten Stunde. Im Freiflug erst vom Segelflugmodell hingerissen, hatte er in späteren Jahren zunächst seine größten sportlichen Freiflugerfolge mit seiner "Libelle" bei den Verbrennungsmotormodellen.

Als der RC-Modellflug seinen Einzug hielt, war er einer der ersten, der mittels selbst zusammgebauter Fernsteuerungen einen schier endlos scheinenden Weg der Entwicklung dieser Sparte mitmachte und weiter verfolgte. In dieser Pionierphase und viele, viele Jahre danach, ließ er keinen Wettbewerb aus. Besuchte man ihn, kam man nicht umhin, sich die Sammlung unzähliger Pokale aus dieser so erfolgreichen RC-Wettbewerbstätigkeit anzusehen.

Geri
Geri, wie wir ihn in Erinnerung haben. Das Foto aus dem Jahr 1955 zeigt ihn mit dem Modell "Funkboy". Man beachte den tragbaren Sender mit Schulterumhang der Selbstbaufernsteuerung "Tippy". In seiner Hand hält er den "Knüppel", eine Klingeltaste! Im Hintergrund seine beiden Söhne Erwin und Helmut. (Foto: Nicklas)

Dass Modellflug für Ihn ein Gemeinschaftssport war, entsprach nicht nur seinem geselligen Wesen, sondern auch seinen modellfliegerischen Idealen, verbunden mit der Sorge um den Nachwuchs. Nicht nur, dass seine Volksschüler, egal ob Mädchen oder Buben, im Handarbeitsunterricht eben Flugmodelle zu bauen hatten, scharte er immer wieder junge Interessierte um sich, denen er in seiner besonnenen Art als vorbildlicher Modellfluglehrer das Bauen und Fliegen beibrachte. So blieb es auch nicht aus, dass sich aus diesen Interessensgemeinschaften immer wieder Clubs unter seiner Obmannschaft bildeten. Von 1965 - 69 hatte er eine kleine 6-köpfige Modellbaugruppe in seinem Schulort Egelsee. 1970 gründete er den USFC-Krems, der seine Tätigkeit am Flugplatz Gneixendorf ausübte und es schon auf 20 Mitglieder brachte.

Ein Denkmal setzte er sich aber, als der Flugplatz Gneixendorf von den Großfliegern allein okkupiert wurde und die Modellflieger plötzlich ohne Flugplatz dastanden. Zusammen mit seinem Modellfliegerfreund Hans Hönig gelang es jedoch recht bald, bei einer aufgelassenen Schottergrube in der Nähe von Statzendorf/Kuffern, ein Modellfluggelände zu pachten. Die "Silbergrube" ward geboren. Wohl half die Gemeinde auch bei den Planierungsarbeiten. Was aber da in den Jahren von den Mitgliedern an Arbeitsleistung und Opferbereitschaft geboten wurde, kann man nur erahnen. Nach vielen Umbauten bietet heute dieser gewachsene Modellflugplatz 70 Mitgliedern eine 40x220m lange Graspiste, ein Clubhaus mit Kantine und einen Kinderspielplatz.

Nachdem Geri 1980 seine aktive Laufbahn beendete, legte er die Geschicke seines Clubs in andere Hände und gab sich nun als Ehrenobmann mehr dem vergnüglichen Modellfliegen hin. Weil ihm schenken immer Freude bereitete, stiftete er noch zu Lebzeiten einen prächtigen Wanderpokal für Wettbewerbe der Klasse RC IV. Dieses Pokalfliegen wird seit einem Jahrzehnt zur Frühlingszeit auf der "Silbergrube" unter dem Namen "Geri-Hörmann-Trophy" ausgetragen und entwickelte sich zu einem beliebten Wettbewerb.

Viel Freude schenkten ihm in seinem Leben auch seine drei Kinder, eine Tochter und zwei Söhne. Dazu gesellten sich im Laufe der Jahre noch 12 Enkel und das Urenkerl Sophie. Doch erhielt sein sonniges Gemüt auch einige böse Dämpfer. Sehr früh verstarben sein Bruder und seine Tochter Gerlinde. Ihm selbst aber war kein leichter Lebensabend beschieden. Eine, ihn über eine lange Zeit quälende und seine Frau Herta sehr belastende Krankheit, führte schließlich zum erlösenden Tod.

Durch seine herausragenden Leistungen ist ihm in den Annalen des österreichischen Modellfugs ein Ehrenplatz gesichert. Sein Platz beim mittwöchentlichen Seniorentreffen auf "seinem Flugplatz" aber ist nun verwaist und sein Leibglaserl steht traurig in der Vitrine. Seine Freunde von nah und fern werden ihn sehr vermissen und ihn zeitlebens nie vergessen.

Glück ab, gut Land, lieber Geri!

Oskar Czepa

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Weggefährten